Pflegekurse – die Hilfe für die Helfer

Wer Angehörige zuhause pflegt, muss mit seinen Kräften haushalten. Um den Alltag besser zu meistern und Belastungen zu verringern gibt es Angebote für Pflegekurse. Bezahlt werden diese Kurse von der Pflegekasse.
Das Ziel solcher Pflegekurse ist:
– die häusliche Pflege für Angehörige zu erleichtern,
– die Qualität der ehrenamtlichen Pflege zu verbessern,
– die häusliche Pflege zu fördern,
– eine stationäre Pflege so lange wie möglich hinauszuschieben.
Außerdem bieten die Pflegekurse den Angehörigen die Möglichkeit, sich mit anderen Pflegenden auszutauschen. Die Schulung kann auch in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen stattfinden.

Welche Vorteile bringen diese Kurse?

Es sind kostenfreie Angebote, die Grundkenntnisse in der Pflege vermitteln. Wichtige theoretische und praktische Kenntnisse, z. Bsp. für die Körperpflege, die Ernährung und die Hilfe, sich in der Wohnung zu bewegen, werden dargelegt. Es werden Tipps gegeben zur Gabe von Medikamenten, wie Zweiterkrankungen vorgebeugt werden kann oder die Anleitung zum rückenschonenden Heben und Tragen. Die Schulung bringt Sicherheit im Umgang mit pflegebedürftigen Menschen.

Welche Kurse werden angeboten?

Die allgemeinen Pflegekurse sind Basispflegekurs und Aufbaukurs zur Pflege in der Häuslichkeit. In den typischen Spezialkursen geht es um die Pflege bei den besonderen Krankheiten wie:
Demenz, Multipler Sklerose, Parkinson, Schlaganfall oder bei pflegebedürftigen Kindern. Selbst die Handhabung mit eigenen Pflegehilfsmitteln kann insbesondere in den Kursen geübt werden.
Der Kursumfang beträgt zwischen 4 bis 8 Einheiten zu 90 Minuten.

Wo und wie anmelden?

Pflegekurse werden von verschiedenen Organisationen (Krankenkassen, Wohlfahrtsverbänden, Pflegediensten) angeboten. Die Anmeldung geschieht unbürokratisch und bequem telefonisch, schriftlich oder online über ein Anmeldeformular.

Wer kann Informationen zu den Pflegekursen geben?

Neben den Kranken- und Pflegekassen ­informieren Pflegebera­tungs­stellen der Gemeinden, aber auch Sozialdienste im Krankenhaus. Wohlfahrtsverbände und Seniorenbegegnungsstätten und Seniorencafés oder Einrichtungen der Al­ten­hilfe und Behindertenfürsorge zählen ebenso dazu. Auch die Agenturen für ehrenamtliche Arbeit geben gern Auskunft.

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