Essen auf Rädern – Lieferdienst oder Pflegeservice?

cevapcici-719158_1280Essen auf Rädern versorgt teils pflegebedürftige Menschen Tag für Tag mit Speisen. Im Angebot und der Kundschaft gibt es Unterschiede. Neben privaten Anbietern agieren zum Großteil Wohlfahrtsverbände und Gemeinnützige Organisationen. Auch ein wachsender Markt der Privatanbieter spricht für ein lukratives Geschäft. Das Angebot umfasst neben einer täglichen Anlieferung auch eine Anlieferung am Wochenende oder einigen, bestimmten Tagen nach Wahl. Doch wo kommen die Speisen her? Und was muss getan werden um den Dienst in Anspruch nehmen zu können?

Aus der Küche auf die Schwelle?

Die meisten Anbieter greifen auf Speisen zurück, welche nicht selbst gekocht wurden. Was klingt, wie ein sich anbahnender Skandal, entpuppt sich als praktisch, da so ein vielseitigeres Angebot realisiert werden kann, als mit einer eigenen Küche. Auch die üblichen Hygienestandards müssen von Allen eingehalten werden. Organisationen mit Erfahrungen im Bereich der Pflege sind von Vorteil, da diese besonders auf die verschiedenen Nahrungsansprüche im Speiseplan Wert legen und über entsprechendes medizinisches Knowhow verfügen, welches die optimalen Zutaten auf den Teller bringt.

Wem der Service das Essen auf die Schwelle bringt, hängt von einer einfachen Buchung ab. Besondere Bedürfnisse, wie eine vegetarische Ernährung, ein Speiseplan für Senioren oder der spezielle Bedarf im Krankheitsfall, müssen entsprechend angemeldet werden. Um von Vereinen beliefert zu werden, ist oft Senioren und Mitgliedern vorbehalten. Private Bringdienste können von Jedermann gebucht werden. Das Angebot beinhaltet warme Speisen, welche täglich gebracht werden oder gefrorene, fertig zusammengestellte Menüs. Auch private Anbieter offerieren immer häufiger den Menüservice.

Rentner und andere Bedürftige können das Essen auf Rädern nach §79 SGB XII beantragen. Ob der Anbieter privat oder eigennützig ist, spielt keine Rolle. Wer eine private Pflegeversicherung abschließen möchte oder bereits über eine verfügt, sollte klären, ob der Essensbringdienst im Versicherungsfall getragen wird. Die Preisspanne zwischen den Anbietern ist groß. Wie viel am Monatsende gezahlt wird, hängt hauptsächlich davon ab, was auf den Teller kommt: Ein Schnitzel mit Pommes kostet auch im Restaurant weniger, als ein Festtagsmenü mit Ente, Rotkohl und Klößen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*