Reha und Pflegefälle: praktische Hilfsmittel für größtmögliche Selbstständigkeit

Im Alter wird vieles anstrengender und komplizierter. Beweglichkeit und Motorik sind eingeschränkt, die Sicht ist nicht mehr so gut und auch die Muskulatur und damit die Kraft bauen ab. Das bedeutet allerdings nicht, dass direkt ein Pflegeheim notwendig ist. Denn durch eine entsprechende Reha sowie praktische Hilfsmittel kann das größtmögliche Maß an Selbstständigkeit erhalten oder wiedergewonnen werden.

Reha statt Pflegeheim

In vielen Fällen werden ältere Menschen nach einer Verletzung wie einem Knochenbruch oder einer Krankheit zu schnell in ein Pflegeheim verbracht. Das kann sich jedoch ausgesprochen negativ auf die Psyche und damit auf die gesamte Gesundheit auswirken. Besser ist es, eine Reha anzustreben. In einer Klinik mit qualifizierten Ärzten können Fertigkeiten wieder aufgebaut oder erneut erlernt werden.

Der Weg dahin ist allerdings oftmals schwierig, denn zahlreiche Krankenkassen lehnen die Anträge darauf zunächst ab. Hier hilft es nur, in Widerspruch zu gehen. Auch eine Beratung durch den Medizinischen Dienst (MDK) oder Gespräche mit Beratungsstellen können dafür hilfreich sein.

In der Reha selbst findet sich bereits eine Bandbreite an Hilfsmitteln, die sich auch im Alltag als nützlich erweisen können. Darunter befinden sich beispielsweise angepasste Sportgeräte und Gehhilfen. Aber auch speziell ausgestattete Einrichungselemente können dabei helfen, die Selbstständigkeit zu erhöhen.

Das Gute daran ist, dass der Umgang mit den jeweiligen Hilfen direkt durch Fachpersonal vermittelt und geübt werden kann.

Zudem wird durch das angepasste Training gezielt eine Leistungssteigerung erreicht. Bereits eine leichte Verbesserung kann sich ausgesprochen positiv auf die Psyche auswirken und motivierend sein.

Wohnung ausstatten und Hilfe bieten

Eine altersgerecht oder krankengerecht ausgestattete Wohnung kann den Alltag erheblich vereinfachen.

Sinnvoll sind unter anderem:

  • Anti-Rutsch-Matten
  • Sicherheitsgriffe in Dusche und neben der Badewanne
  • Hocker in der Dusche
  • Treppenlift
  • verstellbares Bett
  • Gehhilfen
  • Notruf-Alarm
  • Aufschraubhilfen für Flaschen
  • Lupe
  • Bettschutz

Auch eine von der Pflegekasse übernommene Haushaltshilfe kann für Menschen mit einem Pflegegrad sinnvoll sein. Diese übernimmt beispielsweise den Einkauf und das Putzen und stellt dadurch eine erhebliche Erleichterung dar.

Auch bei Umbauten oder dem Einbau von einem Treppenlift können gegebenenfalls Zuschüsse von der Pflege- oder Krankenkasse in Anspruch genommen werden.

Um weitere notwendige Hilfe sicherzustellen, finden sich weitere Möglichkeiten. Essensdienste nehmen das Kochen ab. Eine ambulante Pflege kann beispielsweise die Kontrolle des Blutzuckers und Insulininjektionen durchführen. So müssen selbst Menschen mit einer höheren Pflegestufe weiterhin im eigenen Heim oder bei der Familie leben.

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