Möglichkeiten der Videoüberwachung bei der Pflege von Angehörigen

Die Pflege von Angehörigen ist ein wichtiger Bestandteil in einer gut funktionierenden Gesellschaft. Nahe Angehörige sind grundsätzlich dankbar, wenn sie eine Betreuung aus ihrem Umfeld erhalten. Für den Betreuenden handelt es sich letztendlich um eine Herausforderung, die neben dem Alltag organisiert werden muss. Aus diesem Grund sind alle Maßnahmen zur Bewältigung aller damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben willkommen. Da es nicht möglich ist, ständig vor Ort zu sein, stellt sich unter Umständen die Frage einer Überwachung der Pflegeperson. Die moderne Technik ermöglicht grundsätzlich eine so gut wie lückenlose Fernüberwachung durch Videotechnik. Diese Überwachungskameras sind heutzutage entgegen der Annahme preiswert und nahezu für jeden Geldbeutel erschwinglich. Auch die Einrichtung erfolgt bei vielen Kameras schnell und einfach.

Allerdings sind einige Grundvoraussetzungen für den Einsatz von Überwachungskameras notwendig. Im Haushalt der zu pflegenden Person ist ein fester Internetzugang (LAN/WLAN) erforderlich. Auf diese Art funktioniert die Datenübertragung (Video/Ton). Sollte kein fester Internetanschluss verfügbar sein, kommen Kameras mit Kartenslot für eine SIM-Karte zum Einsatz. Die Datenübertragung erfolgt dann über die gängigen Mobilfunk-Standards wie 3G/4G/LTE. Die Anschaffungskosten für derartige Geräte liegen aber deutlich höher. Über ein Smartphone sind nach Installation einer App alle Funktionen der Überwachungskamera abrufbar. Es gibt einige Hersteller, die zusätzlich eine PC-Software bereitstellen. Die Modelle verfügen über einen unterschiedlichen Leistungsumfang. Im Vorfeld sollte geklärt werden, ob ein starre oder eine dreidimensional bewegbare und ferngesteuerte Optik zum Einsatz kommen soll. Über eine Bewegungsdetektion verfügen die meisten Geräte. Der Betrieb mehrerer Kameras in einem oder mehreren Zimmern stellt kein Problem dar.

Eine eingerichtete Überwachungskamera bietet viele Möglichkeiten im Alltag und auch bei eventuellen Notfällen. Es kann schnell und unkompliziert eine Kontrolle erfolgen. Geht die Pflegeperson zum Beispiel bei einem Sturz nicht wie gewohnt bei einem Anruf an das Telefon, kann schnell reagiert werden. Über eine häufig vorhandene Gegensprecheinrichtung ist zudem eine Kommunikation mit Blickkontakt möglich. Bevor es zu einem Einsatz von Überwachungstechnik kommt, sollten alle Beteiligten das Thema in Ruhe besprechen. Letztendlich erfolgt die sensible Übertragung und Speicherung von Daten. Eventuelle weitere relevante rechtliche Fragen wie beispielsweise eine Zustimmung zur Datenübertragung und andere notwendige Vereinbarungen sollten man vor der Installation prüfen.

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